Der Vorstand (Stand Juni 2021)

  • Rudolf Käser, Dipl. Ing. ETH/SIA, landplan.ch Meienried (Obmann)

  • Gabriela Dettwiler, Büren a.A (Kassierin) 

  • Siri Funk, Student of Art in History, Bern

  • Daniel Laubscher, Orts- Stadt- und Raumplaner, plannetzwerk.ch Büren a.A

  • Lukas Märki, Grafiker und Buchgestalter, travamaerk.ch Pieterlen


Revisoren

Christine Wunderli und René Gobat, Büren a.A.


Unsere Statuten (Ausschnitt)

Die Vereinigung für Heimatpflege Büren VHB bezweckt die Pflege des Heimatsinns im ehemaligen Amtsbezirk Büren, indem sie namentlich:

  • eine öffentliche heimatkundliche Sammlung anlegt und betreut und die Bendicht-Moser-Stiftung führt

  • wertvolle und charakteristische Bauten und Naturdenkmäler zu erhalten trachtet)

  • charakteristische Orts- und Landschaftsbilder zu schützen sucht

  • sich einsetzt für den Schutz der Tiere und der Natur

  • bei der Orts- und Regionalplanung mitwirkt und die Siedlungsentwicklung durch qualitativ gute Bauten unterstütz

  • die Heimatforschung fõrdert

  • regelmässig Beitrage zu diesen Themen verõffentlicht (Hornerblätter)

  • Führungen, Vorträge und ähnliche Veranstaltungen durchführt

Persönlichkeiten


Bendicht Mosers Familie 1894

Bendicht Moser 1862-1940

Im weissgestärkten Hemde mit schwarzer Krawatte, sommers hemdsärmlig,
mit einer Mappe oder Rolle unter dem Arm, zielbewusst ausschreitend kam
er daher. Die Adlernase, der kräftige Schnurrbart, die buschigen Brauen,
gleich einem Windschutzwäldchen über den lebhaften gütigen Augen, so ist er uns, als ein nicht alltäglicher Charakterkopf in unmittelbarer Erinnerung, unser lieber Vater.

So lautet die Beschreibung seines Sohnes Martin Moser in der ersten Ausgabe der Hornerblätter 1942. Der Diessbacher Posthalter und Geometer Bendicht Moser engagierte sich während Jahrzehnten für den Schutz der Natur und für die Heimatkunde unserer Region. Mit unendlicher Geduld und Hingabe sammelte er Marken, Münzen und Schriftstücke, aber auch steinzeitliche Geräte, römische Funde, mittelalterliche Ofenkacheln und Werkzeuge und rettete damit kostbares Kulturgut vor deren Zerstörung. Wertvoller als die umfangreiche Sammlung sind aber die vielen Pläne und Zeichnungen von Burgen, Schlössern, Kirchen und Klöstern und die akribischen Beschreibungen der Schalensteine, der bischöflichen Grenzsteine, von alten Häusern, Speichern, Brunnen und Wappen, die er mit viel Sachkenntnis erstellt hat.

Biographie Bendicht Moser HB 2020 >> Bestellen

Willy Hug 1910-1996

Geboren 1910 in Interlaken. 1932 wurde er an die Primarschule in Büren a/A gewählt und blieb dem Stedtli bis zu seiner Pensionierung 1976 der Schule erhalten. Während dieser Zeit konnte sich der musisch begabte Hug ausgiebig seinen Leidenschaften Musik und bildnerisches Gestalten widmen. Unzählige Zeichnungen und Malereien zeugen von seiner Liebe zum historischen Stedtli. 1950 fertigte er sogar ein Festspiel zur 300-Jahr-Feier der Stadtschützen. Er schrieb das historische Stück "Hüter der Freiheit" - ein grosses Festspiel in 4 Akten: historische Szenen, Tänze, Reigen, Chöre und Orchester -

auf historischer Grundlage seiner Freunde Martin Moser und Max

Widmer. Übriggeblieben ist das kleine Bürenliedli, welches noch heute oft von den Schulkindern dargeboten wird.

Der VHB war er von Anfang an zugetan, war lange Zeit Vorstandsmitglied und zeitweise auch Obmann. Mit der Redaktion und der Bebilderung der "Honerblätter" beschäftigte er sich viele Jahre.

>> Willy Hug schildert "Aus seinem Leben" in den Hornerblättern von 1992
Büren Ländte. Kreidezeichnung von Willy Hug

Hans Beutler 1913-1994

«Unter dem Bogen» in Büren an der Aare, direkt neben dem imposanten Schloss der Bezirksverwaltung, da wo sein Vater, verheiratet mit einer französischen Hugenottin, eine Velowerkstatt führte, erblickte Hans Beutler am 3. Mai 1913 das Licht der Welt.
Der begnadete Künstler und grosse Menschenfreund mit seinem gewinnenden Naturell, einem Gemisch aus bernischer Behäbigkeit und französischer Weltoffenheit, hat sein Künstlertum restlos in den Dienst sozialer Helfertätigkeit gestellt. Sein Leben war in Stille gelebte Nächstenliebe.
Hans Beutler war an der Gründungsversammlung der VHB dabei und die Statuten sowie das Protokoll tragen seine Unterschrift. Sein Wirken für die VHB wurden während der 12 Jahre Abwesenheit in Frankreich unterbrochen. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz nahm er den Kontakt wieder auf, uund zwar als Zeichner und Ratgeber. Man schätzte seine Mitarbeit und 1966 wurde er zum Obmann der VHB gewählt. Er blieb es bis 1972. 195 trat er die Nachfolge von Willy Hug als Zeichner für die "Hornerblätter" an.
Einen Höhepunkt in seinem Leben erlebte Hans Beutler 1982, als er den Kulturpreis der Stadt und Region Grenchen entgegennehmen durfte. Man wollte das grosse humanitäre Schaffen eines Mannes ehren und würdigen, der mit seinem Lebenswerk ein Vorbild für die Zukunft ist.
Aus dem Teilnachlass von Peter Travaglini befindet sich eine Sammlung von Hans Beutlers grafischen Entwürfen zu Affichen im Archiv der Vereinigung für Heimatpflege Büren. Dazu eine Dokumentation mit gedruckten Karten des Roten Kreuzes, Korrespondenz an Peter Travaglini, Büchlein "D'Karibik" Komödie geschrieben von Hans Beutler, Korrespondenz, Pfadibewegung, Skizzen, Linolschnitt, Zeitungsartikel usw.


Eine Ausführliche Würdigung von Max Widmer findet sich den Hornerblättern 1992
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Werner Stotzer 1894-1978

Aus einer alten burgerlichen Handwerkerfamilie des Aarestädtchens stammend, wuchs er zusammen mit 14 Geschwistern auf. Im elterlichen Geschäft absolvierte er seine Berufslehre als Spengler-Installateur....

>> Würdigung von Max Gribi in den Hornerblättern von 1992

Farbrichtplan für die Häuserfassaden an der Hauptgasse
Zahlreiche Dokumente von Travaglinis denkmalpflegerischen Arbeiten

Peter Travaglini 1927-2015

Als Sohn des Bürener Malermeisters Pierino Travaglini kam Peter Travaglini bereits früh mit verschiedensten handwerklichen Techniken in Kontakt. Bald nach Abschluss seiner Malerausbildung und der Weiterbildung an der Accademia di Belle Arti di Brera in Mailand übernahm er ab 1953 erste Aufträge in Büren. So gestaltete er den Nimmerseelig Bronzeguss, das Kapitell "Vier Jahreszeiten" aus Kalkstein im Rathaussaal und eine Nachbildung des Wappensteins an der Rathausfassade. Für die Metzgerei Kocher entstand ein Bronzerelief an der Hausfassade oder der Kalksteinbrunnen für das Johann Rudolf Schneider-Denkmal in Meienried. Bis 1958 arbeitete er im Malergeschäft seines Vaters, strich Fassaden, bemalte und vergoldete Wirtshausschilder und bald entstand der Kontakt zu den Mitgliedern der Vereinigung für Heimatpflege Büren, welche sich ebenfalls um den Erhalt der wertvollen historischen Substanz des Stedtlis Büren bemühten.

Anfang der 1960er-Jahre wurde er Mitglied des Vorstandes der VHB. Ab 1970 leitete er zudem für 20 Jahre die Altstadkommission. In dieser Zeit entstanden zahlreiche Projekte im Zusammenhang mit dem Erhalt oder der Wiederbelebung des wertvollen historischen Erbes seiner Wohngemeinde. Zahlreiche Wirtshausschilder wurden zusammen mit dem Bürener Schlosser Walter Schwab restauriert oder erneuert. Travaglini entwickelte für die Farbgestaltung der Hausfassaden in der Altstadtzone einen «Farbrichtplan». und Vorschläge für die Neugestaltung der Ländte. Zahlreiche Brunnen stammen aus seiner Hand und 1988 begleitete er die "Brunnenrochade" und schuf die Figur für den Vennerbrunnen. Nach dem Brückenbrand 1989 übernahm er die Gestaltung der neuen Holzbrücke.

Für verschiedene Kirchen in der Region übernahm er die Gestaltung der Inneneinrichtung, schuf Glasfenster und Brunnenanlagen mit Platzgestaltung.

Im Jahr 2000 illustrierte Travaglini für die Hornerblätter "Büre Nöijohr" die Entstehungsgeschichte dieses Bürener Brauches, der angeblich auf die Marienkapelle in Oberbüren zurückführt.

Nach Jahren von Geringschätzung der Altertümer, wo zahlreiche Gebäude wie der Dotzigenturm und das Rütitor zum Opfer fielen, half Peter Travaglini mit, Büren ein neues und ganzheitliches Gesicht zu geben und zum kulturellen Erbe Sorge zu tragen. Die umfangreiche Dokumentation zu seinen denkmalpflegerischen Arbeiten für Büren befinden sich seit 2021 im Archiv der VHB.

HB 2000 (Büre Nöijohr) >> Bestellen
HB 2017 (Monographie Peter Travaglini) >> Bestellen

Otto Zimmermann, Maler Ölbild, Selbstportrait mit seiner Frau im Hintergrund
Schultheissenhaus an der Kreuzgasse in Büren

Otto Zimmermann 1885-19**

Wohnhaft gewesen im sogenannten Schultheissenhaus in der Kreuzgasse.
Verheiratet mit Anna Härri (*19.04.1885 in St. Blaise NE) Fabrikarbeiterin in der Buren Watch. Nach deren Tod heiratete er eine Frau aus Brienz, welche er durch eine Zeitungsannonce kennengelernt hat.
Otto Zimmermann war gelernter Gipser und Zentralvorstand bei den roten Genossen in Biel. Er war Gründungsmitglied der Vereinigung für Heimatpflege Büren.


Weitere Tätigkeiten:
Maler, Schnitzer, Drechsler mit Drechslerwerkstatt im Schultheissenhaus (Parterre) Kiosk (?) Kreuzgasse neben Waaghaus, siehe Stempel,
eventuell übernommen von Gemeindepräsident Schär.
Ein Teilnachlass befindet sich im Archiv der VHB. Namentlich ein Konvolut Originalgemälde, Skizzenbücher, Postkarten, Privatfotos, Korrespondenz, Dokumente usw.

weitere Persönlichkeiten in Bearbeitung: Hans Landolt, Martin Moser, Paul Bütikofer, Max Widmer, Samuel Aeschbacher, Gottfried Häusler, Johann Schmucki, David Andrist, Ernst Rätz, Armin Helbling, Martin Hesse (1911-1968) ...