Alltagsgeschichten von verschrobenen Sonderlingen, verarmten Einzelgängern, boshaften Spöttern und ulkigen Witzbolden.
Geschichten, die das Leben schrieben, prägen die diesjährigen Hornerblätter. Während die offizielle Geschichtsschreibung sich um Jahreszahlen, kriegerische Schlachten, Persönlichkeiten und Revolutionen dreht, gehen die Geschichten des einfachen Volkes vielfach unter. Aber gerade diese Alltagsgeschichten haben die Leute oft mehr beschäftigt und sagen mehr über das gesellschaftliche Leben aus, als Jahreszahlen und Namen hervorragender oder gescheiterter Persönlichkeiten. Martin Stotzer, langjähriges Vorstandsmitglied, Mitverfasser und Mitherausgeber verschiedener Hornerblätter hat sich zum Ziel gesetzt, diese Bürener Alltagsgeschichten festzuhalten und in Buchform zu veröffentlichen. Er hat im Nachlass seines Vaters, dem Spenglermeister Werner Stotzer, selber langjähriges Mitglied des Vorstandes unserer Vereinigung, verschiedene Geschichten und Anekdoten gefunden, die viel Wissenswertes über das Stedtlileben der Jahrhundertwende berichten. In den diesjährigen Hornerblättern erfahren Sie mehr, über die eigentümliche Bürener Gewohnheit, Mitbürgerinnen und Mitbürger mit allerlei perfiden Übernamen zu etikettieren: Warum die flegelhaften Lastermäuler das Restaurant Bellevue als Schynige Platte verhöhnten und wie der Seelsorger im Stadtguet von den Chochergiele abgeduscht wurde; wie der Hausdiener Sammi Schürer sein Diebesgut vor seinem Meister versteckte und wie exotische Vögel im Oberstedtli für viel Verwirrung sorgten. Wir danken Martin Stotzer für die Aufarbeitung der spannenden Geschichten aus dem Nachlass seines Vaters, mit denen er uns ins Büren der Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert verführt.
Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.