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Heinz Rauscher befasst sich in diesem Band III im Rahmen seiner Pieterler Chronik mit der Epoche des 19. Jahrhunderts. Die Erforschung der Pieterler Archive und anderer Quellen hat wieder Erstaunliches und Interessantes an den Tag gebracht. Das 19. Jahrhundert, die Periode zwischen der Französischen Revolution und dem Vorabend des 1. Weltkrieges, ist gerade auch im Seeland eine bewegte Zeit. Man denke etwa an die vielen Hochwasserereignisse mit Hungersnöten und Seuchen und an den langen Kampf für die Entsumpfung des Seelandes. Oder der Eisenbahn- und Strassenbau, der neben Arbeit und Verdienst einen intensiveren Handel und mehr Mobilität ermöglichte. Für unserer Region wichtig ist auch die damals aufstrebende Industrialisierung, die Dank dem Einsatz der Dampfmaschine und anderer Energiequellen die Produktivität erhöhte oder die Landwirtschaft, welche mit der Abkehr von der Dreifelderwirtschaft zur modernen Landwirtschaft und der Abschaffung der Zehntabgaben die Produktion von Nahrungsmitteln massiv steigern konnte. In diese Epoche fällt etwa auch die Stiftung des Kinderspitals in Biel durch die Pieterler Familie Wildermeth. Mit Stolz können wir dem Buch entnehmen, dass einflussreiche Politiker aus unserer Region massgeblich an der Gründung unseres modernen Bundesstaates mitgewirkt haben. Die "Männer von Büren" haben unseren radikalen Seeländer Politikern Stämpfli, Ochsenbein und Schneider den Rücken gestärkt, damit die liberale Bewegung unterstützt und die Einführung der demokratischen Volksrechte ermöglicht. Aus den einstigen Bürenämtler Untertanen wurden so Schritt für Schritt mündige Bürger.
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